{"id":3100,"date":"2019-02-06T11:52:53","date_gmt":"2019-02-06T11:52:53","guid":{"rendered":"http:\/\/w\u00f6hl.de\/?page_id=3100"},"modified":"2019-02-06T12:05:17","modified_gmt":"2019-02-06T12:05:17","slug":"6-12-1951-brief-von-richard-und-martha-an-ihre-kinder","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=3100","title":{"rendered":"6.12.1951 Brief von Richard und Martha an ihre Kinder"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard1-720x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1212\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard1-720x1024.jpg 720w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard1-105x150.jpg 105w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard1-211x300.jpg 211w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard1-624x887.jpg 624w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard1.jpg 965w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"958\" height=\"1372\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1213\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard2.jpg 958w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard2-104x150.jpg 104w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard2-209x300.jpg 209w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard2-715x1024.jpg 715w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard2-624x893.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 958px) 100vw, 958px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"961\" height=\"1372\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1214\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard3.jpg 961w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard3-105x150.jpg 105w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard3-210x300.jpg 210w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard3-717x1024.jpg 717w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard3-624x890.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 961px) 100vw, 961px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"712\" height=\"494\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1215\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard4.jpg 712w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard4-150x104.jpg 150w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard4-300x208.jpg 300w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/511206Richard4-624x432.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> Schwerin, 6. XII.1951<\/p><p><br>Liebe Kinder!<br>Mit Eurem reichhaltigen Geburtstagsp\u00e4ckchen habt Ihr der Oma Rieke eine unerme\u00dflich gro\u00dfe Freude bereitet. Sie gab mir den Auftrag, Euch schnellstens in ihrem Namen herzlich zu danken. Dieser Aufgabe unterziehe ich mich gern, denn ich habe die Freude \u00fcber das Erhaltene miterlebt, so da\u00df es mir eigentlich nicht schwer fallen sollte, die rechten Worte des Dankes zu finden. Und dennoch, liebe Kinder, so ganz einfach ist die Sache nicht, wie man annimmt, zumal ich euch nicht nur den kalten Dank, sondern einen Teil Empfindungen \u00fcbermitteln m\u00f6chte, die unsere Jubilarin in jenen Stunden beseelte. Ihr kennt sie ja und wi\u00dft in folge dessen, wie einfach und bescheiden sie f\u00fcr gew\u00f6hnlich lebt, da\u00df ihr Tagesablauf immer gleichbleibend ist und nur selten etwas eintritt, was sie aus dem Gleichgewicht bringt. In solchen Ausnahmef\u00e4llen pflegt sie das Gl\u00fcck damm aber nicht allein zu genie\u00dfen, oder, wenn es ein Ungl\u00fcck ist, nicht allein zu tragen. Sie mu\u00df sich mitteilen k\u00f6nnen, so oder so, wenigstens ihren n\u00e4chsten Angeh\u00f6rigen gegen\u00fcber. So war es auch jetzt. Statt es zu \u00f6ffnen, nahm sie das P\u00e4ckchen unter den Arm und eilte damit zu uns, zur Goethestr., um den Inhalt in Gegenwart von M\u00e4mmchen u. Oma Wiesche zu untersuchen. Drei Augenpaare \u2013 den Kneifer und die Brillen nicht mitgerechnet \u2013 blickten zugleich in den bewu\u00dften Kasten und, liebe Kinder, sie wurden wahrlich nicht entt\u00e4uscht. Unser guter Geist, damit meine ich Dich, liebe Annemie, hatte ihre Aufgabe, Freude zu bereiten, durch das Gr\u00fcn des Bockdorfer Parkes und durch die Anordnung der B\u2026nisse so gl\u00e4nzend gel\u00f6st, da\u00df die nahrhaften Dinge zun\u00e4chst nicht die ihnen geb\u00fchrende Beachtung fanden. Das kam, wie gesagt, erst sp\u00e4ter, als die schriftlichen Gl\u00fcck- und Segensw\u00fcnsche mit Genugtuung zur Kenntnis genommen waren. Am Abend, als ich selbst die Herrlichkeiten in Oma Riekes gem\u00fctlicher Klause zu Gesicht bekam, spielte der materielle Reichtum m. E. mindestens schon eine gleich gro\u00dfe Rolle. Eure Photos standen unter der Lampe bzw. gingen immer von neuem von Hand zu Hand. Tr\u00e4nen der Freude aber auch Tr\u00e4nen der Sehnsucht setzten Oma Riekes zufurchte Wangen u. mehrfach wurde der unb\u00e4ndige Wunsch laut \u201each, wenn ich die ganze Gesellschaft doch noch einmal sehen k\u00f6nnte u. sei es f\u00fcr 10 Minuten\u201c. Auf ihren Bruno, den sie mit gro\u00df gezogen hat, ist unsere Oma ganz besonders stolz, wohl weil er so adrett angezogen ist. Sie meint, da\u00df das ohne Zweifel Annemies Verdienst sei, denn fr\u00fcher sei Bruno wie sein Vater mehr salopp gewesen. Dein Aussehen, liebe Annemie, ist entschieden wohler als im vergangenen Jahr. Dar\u00fcber sind wir alle froh. Und, meine Lieben, Eure Kinder anzuschauen, ist wahr ein Genu\u00df. Man braucht nicht unbedingt zu ihren Vorfahren zu geh\u00f6ren. Auch jeder Fernstehende mu\u00df vorurteilslos anerkennen, da\u00df sie mit einem Wort \u201eniedlich\u201c sind. Sei nicht traurig dar\u00fcber, mein T\u00f6chterchen, da\u00df Deine Rita im gegenw\u00e4rtigen Stadium der Entwicklung einen stark W\u00f6hl\u2019schen Einschlag hat. Blick auf das Bild Deines Mannes, ich meine das, wo er den Hut tr\u00e4gt, ist er nicht herrlich geraten? Er ist aber nach meiner Meinung immer noch nicht der Typ eines Postbeamten, sondern mehr der eines Ingenieurs mit weit schauendem , in die L\u00fcfte gerichteten Blick. Und stelle bitte daneben Kai\u2019leins Bild mit der Pluderhose und den hohen Stiefeln. Ist er nicht ein w\u00fcrdiger W\u00f6hl\u2019scher Nachkomme? Ihr k\u00f6nnt wirklich stolz sein auf Eure Kinder u.&nbsp;wir Oma, Opa u. Uromas sind es nicht minder. Uns st\u00f6rt die meckl. Kartoffelnase nicht im geringsten. Weie Ihr seht, sind wir in dieser Hinsicht restlos zufrieden. Wir sind es in Anbetracht der Verh\u00e4ltnisse aber auch sonst \u2013 wenn&nbsp;nur die vermaledeite Trennung zwischen West u. Ost nicht w\u00e4re. Unsere Zufriedenheit verdanken wir zum gr\u00f6\u00dften Teil auch Euch, denn Ihr seid lieb und gut zu uns Alten. Und diesen Dank m\u00f6chte ich hierdurch allgemein u. f\u00fcr Oma Rieke speziell zum Ausdruck geben.<br>Herzinnige Gr\u00fc\u00dfe von allen<br>Euer Pipi<br>Oma Marthas in S\u00fcterlin geschriebene Zeilen lauten:<br>L. Kinder!<br>Es ist ein Malheur passiert mit dem Brief. Nat\u00fcrlich habe ich Schuld. Pipi sch\u00fcttelt den Kopf wie nur so etwas&nbsp;passieren kann.<br>Innige Gr\u00fc\u00dfe Euch allen Mutti<br>\u2026 \u2026 f. Kai sind im&nbsp;Moment nicht zu haben. <\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button alignright\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=3107\">Brief vom 10.4.1952<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=2928\">zur Briefe-\u00dcbersicht<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwerin, 6. XII.1951 Liebe Kinder!Mit Eurem reichhaltigen Geburtstagsp\u00e4ckchen habt Ihr der Oma Rieke eine unerme\u00dflich gro\u00dfe Freude bereitet. Sie gab mir den Auftrag, Euch schnellstens in ihrem Namen herzlich zu danken. 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