{"id":3113,"date":"2019-02-07T18:47:18","date_gmt":"2019-02-07T18:47:18","guid":{"rendered":"http:\/\/w\u00f6hl.de\/?page_id=3113"},"modified":"2023-03-08T09:23:29","modified_gmt":"2023-03-08T09:23:29","slug":"14-4-1952-brief-von-martha-u-bertha-zu-richards-tod","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=3113","title":{"rendered":"14.4.1952 Brief von Martha u. Bertha zu Richards Tod"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"719\" height=\"1006\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1219\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha1.jpg 719w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha1-107x150.jpg 107w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha1-214x300.jpg 214w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha1-624x873.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 719px) 100vw, 719px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"726\" height=\"989\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1220\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha2.jpg 726w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha2-110x150.jpg 110w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha2-220x300.jpg 220w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha2-624x850.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"708\" height=\"989\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1221\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha3.jpg 708w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha3-107x150.jpg 107w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha3-214x300.jpg 214w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha3-624x871.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 708px) 100vw, 708px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"719\" height=\"992\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1222\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha4.jpg 719w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha4-108x150.jpg 108w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha4-217x300.jpg 217w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/520414Martha4-624x860.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 719px) 100vw, 719px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p> Oma&nbsp;Bertha ist offensichtlich anl\u00e4\u00dflich des Todes nach Schwerin gereist ist. Ihre und auf der letzten Seite Oma Marthas&nbsp;in S\u00fcterlin geschriebene Zeilen lauten:<br><\/p>\n\n\n\n<p>Schwerin d. 14.4.52.<br>Ihr lieben Kinder!<br>Ja, so ist das Schicksal! Mir ist es unbegreiflich, da\u00df Pipi ein stiller Mann sein soll. Gestern und heute haben wir ihn in seinem Ruhek\u00e4mmerlein besucht, er sieht aus als, ob er sanft schl\u00e4ft, das Gef\u00fchl \u00fcberkommt einen, wenn man an seinem Sarg steht, er mu\u00df&nbsp;die Totenstarre ab werfen, sich aufrichten und mit uns&nbsp;sprechen. Deine Mutter ist&nbsp;sehr&nbsp;tapfer. Auch Oma Wische tr\u00e4gt dies Grausame mit W\u00fcrde. Oma Rieke kann es nicht fassen, dat e leiw Jung nich mehr mit e sprekt. Wunderbar ist Pipi im Krematorium aufgebahrt. \u2013 Mein lieber guter Jung, warum durftest du deinen Vater nicht mehr wiedersehen. Worte reichen nicht aus, dich zu tr\u00f6sten. Wenn alles vorbei ist und deine tapfere Mutter zur Ruhe gekommen ist, dann will sie versuchen einen Pass zu bekommen. Nun darf sie auf niemand R\u00fccksicht nehmen und f\u00fcr niemand&nbsp;Angst ausstehen. Ich glaube Ihr m\u00fc\u00dft aber erst eine Aufenthaltsgenehmigung senden, und einen Grund angeben, aus welchen Gr\u00fcnden sie kommen will. Es w\u00e4re Balsam f\u00fcr Eure Mutter, der Aufenthalt bei Euch, die Kinder w\u00fcrden den Schmerz lindern helfen. Annemiechen, du mu\u00dft dir ein Attest von der \u00c4rztin geben lassen, da\u00df du erholungsbed\u00fcrftig bist und Mutti Bruno den Haushalt versehen soll. Am Sonnabend Nachmittag kam ich schon, bleibe bis Mittwoch d. 22. bei Mutti und Oma. Die D\u00f6berner werden ja sehr b\u00f6se sein, das ich so lange mich schone. \u2013 Heute am 15. schreibe ich weiter. Mutti bekommt viel Beileidsbesuche. Heute besuchen wir unseren lieben Entschlafenen. Morgen ist der letzte Tag an dem er auf dieser Erde noch weilen darf. Mutti tut mir leid, das so pl\u00f6tzlich alles anders wird. Schreibt bitte bald. Mein lieber guter Jung sei so tapfer, als deine Mutti ist. In Liebe gr\u00fc\u00dft Euch Eure Oma.<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Oma Marthas anschlie\u00dfender Brief lautet:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><br>Meine lieben Kinder!<br>Heute nachmittag 15:30 haben wir unsern geliebten Pipi zur ewigen Ruhe geleitet. Mein lieber Junge es ist ein gro\u00dfer Schmerz f\u00fcr Euch und auch f\u00fcr mich, da\u00df Ihr fehltet. Viel, viel Liebe und Verehrung sind mir bewiesen. Pipi schlief unter lauter Blumen, man kann echt sagen es&nbsp;war ein Meer von Blumen unter dem er aufgebahrt war. Unser lieber alter Pastor Engelke sprach so tr\u00f6stend und ehrf\u00fchlich, das er f\u00fcr alle die daran teilnahmen ein \u2026 \u2026 . Auch f\u00fcr Euch in der Ferne sprach er ein stilles Gebet. Von der&nbsp;Handwerkskammer nahmen 12 Herren und einige Damen teil, sowie der&nbsp; \u2026gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und ich habe die Gewi\u00dfheit erhalten, da\u00df Pipi sich in der kurzen Zeit seiner Zugeh\u00f6rigkeit zur&nbsp;Kammer viel Liebe und Achtung erwarb. Viel, viel Menschen dr\u00fcckten mir die Hand, ich kann Euch heute noch nicht alles sagen, ich mu\u00df erst ein wenig Abstand gewinnen. Ein gro\u00dfer Trost ist mir Mutter Bertha, die liebe gute Seele. Nun gr\u00fc\u00dfe ich Euch still Eure Mutti<br>In den n\u00e4chsten Tagen werde ich wieder Schreiben. Einen herzlichen stillen Gru\u00df Eure Oma Wiesche <\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button alignright\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=3122\">Brief vom 13.9.1954<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=2928\">zur Briefe-\u00dcbersicht<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oma&nbsp;Bertha ist offensichtlich anl\u00e4\u00dflich des Todes nach Schwerin gereist ist. Ihre und auf der letzten Seite Oma Marthas&nbsp;in S\u00fcterlin geschriebene Zeilen lauten: Schwerin d. 14.4.52.Ihr lieben Kinder!Ja, so ist das Schicksal! Mir ist es unbegreiflich, da\u00df Pipi ein stiller Mann sein soll. 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