{"id":3122,"date":"2019-02-10T17:24:02","date_gmt":"2019-02-10T17:24:02","guid":{"rendered":"http:\/\/w\u00f6hl.de\/?page_id=3122"},"modified":"2023-03-08T09:21:56","modified_gmt":"2023-03-08T09:21:56","slug":"13-9-1954-brief-von-oma-bertha-an-kai-mit-maerchen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=3122","title":{"rendered":"13.9.1954 Brief von Oma Bertha an Kai mit M\u00e4rchen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"712\" height=\"982\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1253\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha1.jpg 712w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha1-108x150.jpg 108w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha1-217x300.jpg 217w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha1-624x860.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 712px) 100vw, 712px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1372\" height=\"967\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha2_3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1254\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha2_3.jpg 1372w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha2_3-150x105.jpg 150w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha2_3-300x211.jpg 300w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha2_3-1024x721.jpg 1024w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha2_3-624x439.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1372px) 100vw, 1372px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"719\" height=\"985\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1255\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha4.jpg 719w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha4-109x150.jpg 109w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha4-218x300.jpg 218w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha4-624x854.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 719px) 100vw, 719px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"974\" height=\"1372\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1256\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha5.jpg 974w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha5-106x150.jpg 106w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha5-212x300.jpg 212w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha5-726x1024.jpg 726w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha5-624x878.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 974px) 100vw, 974px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"726\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha6-726x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1257\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha6-726x1024.jpg 726w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha6-106x150.jpg 106w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha6-212x300.jpg 212w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/540913Bertha6.jpg 974w\" sizes=\"auto, (max-width: 726px) 100vw, 726px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Montag d. 13.9.54<br>Mein herzliebes Kailein!<br>Eine gro\u00dfe Sehnsucht nach meinem kleinen lieben B\u00fcbchen&nbsp;u. unserem s\u00fc\u00dfen Mautzchen packt mich. Nun will ich Dir das M\u00e4rchen erz\u00e4hlen, was ich dir zu schreiben versprochen habe.<br>Einem kleinen Buben wie Du und einem kleinen M\u00e4del wie Ritamautz war die Mamma gestorben, nun sollte der Pappa f\u00fcr alles sorgen, das die Kinderlein Schuhe, Str\u00fcmpfe, Hemdchen, R\u00f6ckchen u. H\u00f6schen ebenso auch etwas in den kleinen hungrigen Magen bekamen, denn die beiden Kinder hatten immer Hunger weil Schmalhans K\u00fcchenmeister war. Schmalhans ist n\u00e4mlich ein fast leerer K\u00fcchenschrank, kaum Brot, Kartoffeln fast garnicht u. Butter oder Wurst \u00fcberhaupft nicht. Da kam eines Tages ein alter armer Mann zu dem Pappa und bat um ein&nbsp;St\u00fcckchen Brot. Er hatte gro\u00dfen Hunger, der Pappa gab von dem Wenigen was er besa\u00df dem armen Mann damit er satt wurde. Wie der Mann fort ging, gab er dem Pappa eine Bohne. Die war nicht gr\u00f6\u00dfer wie eine Kaffeebohne.&nbsp;Die sollte der Pappa in die gl\u00fchende Asche wefen. Das tat der Pappa&nbsp;auch und siehe da, aus der Asche aus der Bohne wuchs ein gro\u00dfer Baum, er wuchs und wuchs aus dem Hause aus dem Schornstein heraus bis an den Himmel. Weil der Pappa nichts mehr verdiente, wurde ihnen das Brot alle. In seiner Not kletterte er auf den Baum, immer h\u00f6her u. h\u00f6her, bis er an die Himmelst\u00fcr kam, er klopfte zaghaft an, da machte Petrus, das ist der Diener vom lieben Gott, ihm die T\u00fcre auf und fragte, was er w\u00fcnschte. Da erz\u00e4hlte er ihm seine Not, das die Kinder gro\u00dfen Hunger h\u00e4tten. Da gab Petrus ihm ein wei\u00dfes Tischtuch. Das sollte er auf den Tisch legen und gleich w\u00fcrde er zu Essen haben. Gl\u00fccklich stieg er den Baum herunter. Wie er unten ankam, deckte er das Tischtuch auf den Tisch u. siehe da, die sch\u00f6nsten u. besteb Speisen standen auf dem Tisch. Da jubelten aber die Kinder. Nun konnten sie sich so richtig satt essen. Eines Tages ging der Pappa zu der Nachbarsfrau u. erz\u00e4hlte ihr ganz stolz, das die Kinder u. er nicht mehr zu hungern brauchten. Da bat ihn die Frau er m\u00f6chte ihr doch das Tischtuch zeigen. Da tat er auch. Diese falsche Frau tauschte das Tischtuch um. Wie der Pappa nach Hause kam,&nbsp;wollten&nbsp;sie alle essen. Leider kam nichts mehr auf den Tisch, weil das Tischtuch vertauscht war. Da ging das Hungern wieder los. Da&nbsp;wu\u00dfte der Pappa sich keinen anderen Rat, stieg wieder auf den Baum, um Petrus zu bitten um neue Hilfe. Petrus wurde etwas b\u00f6se, da\u00df er schon wieder kam, aber die hungernden Kinder taten ihm leid. Da gab er ihm einen Esel. Wenn der Esel gro\u00df machen mu\u00dfte, kamen lauter Goldst\u00fccke hervor. Es waren immer so viel. Weil er so am war, hatte er wenig Gef\u00e4\u00dfe. Da ging er zur Nachbarsfrau und borgte sich eine gro\u00dfe Sch\u00fcssel. Das fil der Frau nat\u00fcrlich auf. Sie fragte den Pappa, wo er mit einmal wieder so viel Geld her h\u00e4tte. Da erz\u00e4hlte er , da\u00df der Esel f\u00fcr Geld sorgte. Eines Abends f\u00fchrte sie ihren Esel in den Pappa seinen Stall u. nahm den Goldsesel mit. Wie der Pappa in den Stall kam und die Sch\u00fcssel unter&nbsp;hielt, sah er das es mit dem Gold ein Ende hatte. Die Armut begann von neuem. Schweren Herzens entschlo\u00df er sich wieder mal zum Hilfegang zu Petrus. Er kletterte wieder auf den Baum und klopfte&nbsp;bei Petrus an. Da wurde Petrus b\u00f6se und sagte, dies einemal wollte er ihm aus der Not helfen und gab ihm ein feines St\u00f6ckchen. Mit dem sollte er zu der Nachbarsfrau gehen und das St\u00f6ckchen sie so lange hauen lassen, bis sie ihm das&nbsp;vertauschte Tischtuch u. den vertauschten Esel heraus&nbsp;g\u00e4be. Wenn der Pappa noch einmal k\u00e4me, mache er nicht mehr auf.&nbsp;Gleich wie der Pappa vom Baum stieg, ging er zur Nachbarsfrau u. zeigte ihr den Stock und sagte, sie solle ihm das Tischtuch und den Esel wieder geben. Da wurde die Frau sehr b\u00f6se und sagte, was ihm einfiele, sie h\u00e4tte doch dem Pappa seine Sachen nicht. Da nahm der Pappa das St\u00f6ckchen und sagte, er w\u00fcrde es ja sehen, ob sie die Sachen vertauscht h\u00e4tte oder nicht. Das St\u00f6ckchen tanzte flott auf der Frau ihrem R\u00fccken, sie schrie, jammerte u. bat, er m\u00f6chte das St\u00f6ckchen doch fortnehmen. Er blieb fest, solange solle der Stock hauen, bis er sein Eigentum wieder h\u00e4tte. Wie sie die Schl\u00e4ge garnicht mehr aushalten konnte, da lief sie hin u. holte das Tischtuch un. den Esel, aber das St\u00f6ckchen tanzte bei jedem Schritt, die sie tat auf ihrem R\u00fccken. Wie der Pappa beides hatte und sich \u00fcberzeugt hatte, da\u00df beide heile, das Geschenkte von Petrus war, nahm er den Stock von dem R\u00fccken. Der Pappa ging zu seinen Kindern, um ihnen wieder zu essen zu geben. Nun hatte er zwei Teile, das Tischtuch, da\u00df zu jeder Mahlzeit Essen auf den Tisch brachte und den Esel, der Geld f\u00fcr alle anderen Sachen: Kleider Schuhe, H\u00f6schen, R\u00f6ckchen und sonstiges, was ihnen Not tat, sorgte.&nbsp;\u2013<br>Gef\u00e4llt Dir das&nbsp;M\u00e4rchen? N\u00e4chstes mal schreibe ich Dir das vom Osterhasen auf. Mamming liest es Dir bestimmt vor. Recht lieb und innig k\u00fc\u00dft Dich mein B\u00fcbchen u. klein Ritamauz<br>Eure Oma<\/p>\n\n\n\n<p>Mein liebes Annemiechen mein lieber Bruno!<br>Von Mutti bekam ich gestern eine Karte. Sie schreibt Anfang Okt. will sie uns besuchen. Sehr freue ich mich auf ihr Kommen. Ob von der \u00dcbersiedlung zu Euch etwas wird? Inzwischen ward Ihr wohl im Westerwald (?). Ich schickte doch ein P\u00e4ckchen mit einer Sammeltasse, Ritas&nbsp;vergessene Sch\u00fchchen an Euch. Es war bevor ich nach&nbsp;hier reiste. Von hier sandte ich ein kleines Geburtstagsgeschenk f\u00fcr Mautzi. Freitag&nbsp;fahre ich wieder nach Hause. Onkel Fritz Heilmethode hat Erfolg, nur die Angst qu\u00e4lt mich noch immer. Ihr lieben Kinder!&nbsp;Ich habe es hier wirklich sehr gut. Tante Elsbett sorgt f\u00fcr gutes Essen. Gottlob sie haben auch&nbsp;alles genug. Dieses Gl\u00fcck in der Wirtschaft g\u00f6nnte ich Tante Frieda. Ich mu\u00df aber sagen da\u00df Onkel Fritz und Tante Elsbett&nbsp;\u00e4u\u00dferst flei\u00dfige Menschen sind. Nun gute Nach, Ihr lieben Kinder. Schreibt mir doch ob Kailein sich \u00fcber das M\u00e4rchen gefreut hat.<br>Innig gr\u00fc\u00dft Euch&nbsp;Beide Eure Mutter<br>Von meinen lieben Gastgebern viele Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=2928\">zur Briefe-\u00dcbersicht<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag d. 13.9.54Mein herzliebes Kailein!Eine gro\u00dfe Sehnsucht nach meinem kleinen lieben B\u00fcbchen&nbsp;u. unserem s\u00fc\u00dfen Mautzchen packt mich. Nun will ich Dir das M\u00e4rchen erz\u00e4hlen, was ich dir zu schreiben versprochen habe.Einem kleinen Buben wie Du und einem kleinen M\u00e4del wie Ritamautz war die Mamma gestorben, nun sollte der Pappa f\u00fcr alles sorgen, das die Kinderlein &hellip; <a href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=3122\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">13.9.1954 Brief von Oma Bertha an Kai mit M\u00e4rchen<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2928,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3122","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3122"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4564,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3122\/revisions\/4564"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}