{"id":78,"date":"2012-11-12T11:52:20","date_gmt":"2012-11-12T09:52:20","guid":{"rendered":"http:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=78"},"modified":"2019-01-25T17:21:55","modified_gmt":"2019-01-25T17:21:55","slug":"hans-wohl-und-catharina-seestadt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=78","title":{"rendered":"Hans W\u00f6hl (1.1) und Catharina Seest\u00e4dt (1.2)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Grabow.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"223\" height=\"300\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Grabow-223x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-509\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Grabow-223x300.jpg 223w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Grabow.jpg 492w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><figcaption>ehem. Heimat der W\u00f6hls ca. 10 km westlich von Schwerin (\u00dcberblick \u00fcber Google Maps!)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p> Hans W\u00f6hl, geboren am 2.9.1782,\u00a0verbringt sein Leben wie seine Vorfahren in <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Gram (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grambow_(bei_Schwerin)\" target=\"_blank\">Gram<\/a><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Grambow_(bei_Schwerin)\">bow<\/a> in Mecklenburg (westlich von Schwerin) aus dem Gutshof in der Landwirtschaft sowie mit dem Stechen und Backen von Torf im gro\u00dfen <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naturschutzgebiet_Grambower_Moor\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Grambower Moor<\/a>. Der Name &#8222;W\u00f6hl&#8220; h\u00e4ngt wahrscheinlich mit dem &#8222;W\u00f6hlen&#8220; (plattdeutsch) im Moor zusammen, wenngleich Namensforscher ihn auch auf das slawische &#8222;Woitila&#8220; zur\u00fcckf\u00fchren. Immerhin hei\u00dft Papst Johannes Paul so, doch allein in Grambow gab es 14 Familien mit dem Namen W\u00f6hl, die nicht miteinander verwandt waren. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Nachfahren, die die Torfgewinnung nicht mehr kennen, sei erl\u00e4utert, dass man die oberen Moorschichten quaderf\u00f6rmig als Stechtorf abbaute, w\u00e4hrend man die tieferen Schichten unter schwerer k\u00f6rperlicher Anstrengung zum Torfbacken ausgrub, so dass tiefe Torfkuhlen entstanden. Fiel man hinein, hatte man allein kaum eine Chance, wieder herauszukommen. Die ausgegrabene schwarze Masse wurde &#8211; erforderlichenfalls unter Zugabe von Wasser &#8211; mit den F\u00fc\u00dfen oder mit Hilfe von Pferden zu einem dicken Brei gestampft, den man in Formen f\u00fcllte und zum Trocknen auslegte. Nach dem Antrocknen konnte man die Form abnehmen und den Torf &#8222;aufringeln&#8220;, d.h. man baute davon luftige Pyramiden. Allerdings konnte ein kr\u00e4ftiger Regen alles wieder einschl\u00e4mmen, und man musste von neuem beginnen.. Der gebackene Torf hat mehr Heizkraft als der Stechtorf. Immerhin ist der Torf zu dieser Zeit der wichtigste Hausbrand in Mecklenburg. Kohle gibt es dort nicht, und die W\u00e4lder schrumpfen schon und liefern nicht mehr gen\u00fcgend Brennholz. Der Stra\u00dfenverkehr besteht in der Hauptsache aus Torfwagen. \u00fcberliefert ist die Warnung an die Kinder: ,,Jung, kam nich \u00fcnner de Torfwagen!&#8220;. <em>(siehe Bild oben)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die schwere landwirtschaftliche Arbeit ohne Maschinen und das Torfbacken lassen kr\u00e4ftige Gestalten heranwachsen. Diese Kraft strahlt auch auf die Geisteshaltung der W\u00f6hls aus. Kein Wunder, dass sie sich gegen die Ausbeutung durch den Adel auflehnen. Hans W\u00f6hl ist n\u00e4mlich noch &#8222;leibeigener&#8220; Tagel\u00f6hner auf dem Grambower Gut. Im Kirchenbuch des zust\u00e4ndigen Kirchspiele Gro\u00df Br\u00fctz ist als Schandmal der W\u00f6hl f\u00fcr alle Zeiten festgehalten, dass Hans eine Pr\u00fcgelstrafe wegen revolution\u00e4rer Reden in einer Grambower Torfgrube erhalten hat. Das ziemt sich f\u00fcr einen &#8222;untert\u00e4nigen Kuhhirten&#8220;, wie dort steht, eben nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit 27 Jahren heiratet Hans W\u00f6hl am 27.7.1809 die auch in Grambow beheimatete, 2 Jahre j\u00fcngere Catharina Seest\u00e4dt, geboren am 18.2.1784,&nbsp;und lebt mit ihr wohl wie die V\u00e4ter in einer Torfkate am Rande des Grambower Moors, etwa 15 km westlich von Schwerin. Sie haben angeblich zahlreiche Kinder, unter denen der 1812 geborene Friedrich W\u00f6hl (2.1) der n\u00e4chste in unserer Ahnenreihe ist. Opa Wilhelm W\u00f6hl (3.1) erinnert sich noch an diesen kraftvollen Menschen und besonders an seine riesigen F\u00e4uste.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button alignright\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=84\">n\u00e4chste Seite<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hans W\u00f6hl, geboren am 2.9.1782,\u00a0verbringt sein Leben wie seine Vorfahren in Grambow in Mecklenburg (westlich von Schwerin) aus dem Gutshof in der Landwirtschaft sowie mit dem Stechen und Backen von Torf im gro\u00dfen Grambower Moor. 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