{"id":873,"date":"2012-12-04T11:32:03","date_gmt":"2012-12-04T11:32:03","guid":{"rendered":"http:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=873"},"modified":"2023-03-08T11:08:04","modified_gmt":"2023-03-08T11:08:04","slug":"opa-kais-jugend","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=873","title":{"rendered":"Opa Kais Jugend"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Was war in Deiner Jugend angesagt?<br \/>\nMusik? Klamotten?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=876\" rel=\"attachment wp-att-876\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-876\" title=\"Knickerbocker63\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Knickerbocker63-150x109.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"109\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Knickerbocker63-150x109.jpg 150w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Knickerbocker63-300x219.jpg 300w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Knickerbocker63-624x456.jpg 624w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Knickerbocker63.jpg 823w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>F\u00fcr Musik und Klamotten habe ich mich anfangs (sp\u00e4ter f\u00fcr Klamotten&nbsp;auch nicht)&nbsp;nicht sonderlich interessiert. Hier war es wieder Rita, die die Trends in der Familie setzte, etwa mit <a title=\"Tom Dooley auf youtoube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PcSXzuocFZI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tom Dooley&nbsp;<\/a>oder mit <a title=\"Minna: Heisser Sand\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=whDe2qDdrhk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heisser Sand <\/a>Anfang der 60er Jahre sowie sicherlich auch mit schicken zeitgem\u00e4\u00dfen&nbsp;Klamotten. Da ich die teueren braunen Stoffhosen schnell schmutzig machte und mich nach dem Urteil meiner Mutter genau so wenig vorsehen konnte wie mein Vater, verfiel meine Mutter auf die Idee mir Cord-<a title=\"Knickerbocker\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Knickerbocker\">Knickerbocker<\/a> anzuziehen.&nbsp; Die Steigerung Kniebundhosen und Trachtenjacken im von ihr gesch\u00e4tzten Stil von Landbaronen oder bayrischen Trachtlern,&nbsp;und dies in D\u00fcsseldorf, konnte ich noch abwehren. In der Schule gen\u00fcgten aber die Knickerbocker und die Pudelm\u00fctze,&nbsp;letztere trug&nbsp;ich&nbsp;wegen meines chronischen Schnupfens, um mich zum Exoten zu machen. Irgendwann war das Thema aber dann auch dort durch, und die Knickerbocker ersetzten lange Zeit die vorher im Sommer \u00fcbliche kurze Lederhose.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=880\" rel=\"attachment wp-att-880\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-880\" title=\"Plattenh\u00fclleMM\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Plattenh\u00fclleMM-146x150.jpg\" alt=\"\" width=\"146\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Plattenh\u00fclleMM-146x150.jpg 146w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Plattenh\u00fclleMM-293x300.jpg 293w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Plattenh\u00fclleMM.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 146px) 100vw, 146px\" \/><\/a>Musikm\u00e4\u00dfig hatte sich die Aufregung \u00fcber die Beatles und Rolling Stones sowie die zugeh\u00f6rigen langen Haare Mitte der 60er-Jahre wieder etwas&nbsp;gelegt, als ich mir auch ein eigenes Radio und einen Plattenspieler&nbsp;zulegte. Die ersten Platten, die ich mir&nbsp;gekauft hatte, enthielten franz\u00f6sische Lieder von Mireille Mathieu, die damals gerade als die Nachfolgerin von <a title=\"Edit Piaf: Non,je ne regrette rien\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=JKPvx38D4GM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Edith Piaf, deren Lieder&nbsp;<\/a>ich auch gemocht habe,&nbsp;entdeckt worden war. Hier zwei ihrer damaligen Lieder: <a title=\"Mireille Mathieu: Mon Credo\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DdByy7m89IQ&amp;NR=1&amp;feature=endscreen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mon Cr\u00e9do <\/a>oder <a title=\"Mireille Mathieu: Qu'elle est belle\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E4c3PfKeYgY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Qu&#8217;elle est belle<\/a>.&nbsp;\u00dcber Mittelwelle in relativ schlechter Qualit\u00e4t h\u00f6rte ich auch Radio Luxemburg, wo damals u.a. Frank (Elstner) und Dieter (Thomas Heck)&nbsp;das Programm mit aktuellen Hits im Stil vom heutigen BR3 gestalteten. Ich selbst mochte&nbsp;die&nbsp;soften Lieder der australischen Gruppe <a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=881\" rel=\"attachment wp-att-881\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-881\" title=\"The_Seekers\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/The_Seekers-150x148.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/The_Seekers-150x148.jpg 150w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/The_Seekers.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>&#8222;The Seekers&#8220; mit&nbsp;ihrer Lead-S\u00e4ngerin Judith Durham, von denen im Radio nur die wenigen Titel gespielt wurden, die es in die britische Hitparade schafften, z.B &#8222;<a title=\"The Seekers: The Carnival is over\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nze8B39OB0k\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Carnival ist over<\/a>&#8222;. Von&nbsp;meinem Vater&nbsp;wurde&nbsp;das sofort als Variante des&nbsp;alten russischen Volkslieds &#8222;<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rXc4AXAm7l0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stenka Razin<\/a>&#8220; entlarvt.&nbsp;Auf meiner Moped-Reise nach London habe ich&nbsp;eine Platte (EP mit 4 Titeln,&nbsp;eine Langspielplatte LP war zu teuer)&nbsp;mitgebracht. Ich glaube, &#8222;<a title=\"The Seekers: I'll never find another you\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4Ga9Bs4fzSY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">I&#8217;ll never find another you<\/a>&#8220; war darauf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=883\" rel=\"attachment wp-att-883\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-883\" title=\"Joan_Baez_1963\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Joan_Baez_1963-150x106.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Joan_Baez_1963-150x106.jpg 150w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Joan_Baez_1963.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Als ich mich sp\u00e4ter f\u00fcr&nbsp;die Proteste gegen die Rassendiskriminierung in den USA durch Martin Luther King, den Vietnam-Krieg und hierzuland gegen die Notstandsgesetze u.\u00e4. interessierte,&nbsp;bin ich nat\u00fcrlich&nbsp;auch auf <a title=\"Joan Baez: We shall overcome\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DlLh1H3PLtU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joan Baez<\/a>, Bob Dylan u.a. gesto\u00dfen. \u00dcber Schulfreund Guido&nbsp;kam ich dar\u00fcberhinaus auch an Platten von <a title=\"Donovan: Catch the Wind\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=BS8RZsOZ1Dw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donovan<\/a> und Jimi Hendrix.<\/p>\n<p><em><strong>Wann hattet ihr den ersten Fernseher?<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>Was sind die Fernsehsendungen, an die du gerne denktst?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Meine Eltern haben sich wegen der vermeintlich nachteiligen Auswirkungen auf uns Kinder erst 1962 dazu entschlossen, einen Fernseher anzuschaffen. Es war dann auch ein Standger\u00e4t, das vorne T\u00fcren zum Abschlie\u00dfen hatte, was aber nie praktiziert wurde. Das Nachmittagsprogramm war ziemlich uninteressant, auch die Kindersendungen dort. Abends mussten wir, wenn Schule war, ohnehin weiterhin um 8 Uhr im Bett sein und durften allenfalls noch etwas lesen. Also blieb nur das sogenannte &#8222;Intermezzo&#8220;-Programm mit Werbung und harmlosen Serien, wie z.B. die amerikanische Donna-Reed-Serie &#8222;Mutter ist die allerbeste&#8220; oder die f\u00fcr mich damals schwer zu verstehende bayrischen Serie &#8222;<a title=\"Funkstreife Isar 12\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?gl=DE&amp;hl=de&amp;v=FpMK5_2MIaY\">Funkstreife Isar 12<\/a>&#8220; und &#8222;<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=26mb-rZsA38\">Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger<\/a>&#8222;. Hinzu kamen die amerikanischen Kinderserien am Sonntagnachmittag wie Lassy, Fury, Corky und der Zirkus, Rin-Tin-Tin, Mr. Ed&nbsp;u.\u00e4., die wir schon von den regelm\u00e4\u00dfigen Besuchen am Sonntag bei Freund Helmut oder Ritas Freundin Annette kannten. <a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=893\" rel=\"attachment wp-att-893\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-893\" title=\"bonanza1\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bonanza1-150x146.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"146\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bonanza1-150x146.jpg 150w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bonanza1-300x292.jpg 300w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bonanza1.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Am sp\u00e4teren Sonntagnachmittag musste dann vor allem meine Mutter &#8222;Bonanza&#8220; mit dem tollen Vater &#8222;Ben&#8220; sehen (siehe Bild rechts). Leider war es ihr nicht verg\u00f6nnt, dass einer ihrer m\u00e4nnlichen Nachkommen diesen Namen bekam. An den Weihnachtsfeiertagen waren die Immenhof-Filme schon damals Pflichtprogramm. Zudem gab es ab und zu Heinz-R\u00fchmann- und auch Revue-Filme aus den 30er-Jahren mit dem Schwarm meines Vater Marikka R\u00f6ck oder Zarah Leander.<\/p>\n<p><strong>Was habt ihr in den Ferien gemacht?<\/strong><br \/>\n<strong>Wo hast du das erste Mal gejobbt?<\/strong><\/p>\n<p>Wie schon berichtet, verreiste mein Vater sehr gern, allerdings kam nur das Zelten oder ein g\u00fcnstig von Bekannten zu nutzendes Ferienhaus in Frage, da man in jedem Fall selbst kochen k\u00f6nnen musste und die Unterkunft so wenig wie m\u00f6glich kosten durfte. Ein anderes attraktives Urlaubsziel f\u00fcr meine Mutter und uns Kinder waren meine Gro\u00dfeltern in Altd\u00f6bern in die DDR oder, wie <a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=755\" rel=\"attachment wp-att-755\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-755\" title=\"Altd\u00f6bern1954\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Altd\u00f6bern1954-136x150.jpg\" alt=\"\" width=\"136\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Altd\u00f6bern1954-136x150.jpg 136w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Altd\u00f6bern1954-273x300.jpg 273w, https:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Altd\u00f6bern1954.jpg 459w\" sizes=\"auto, (max-width: 136px) 100vw, 136px\" \/><\/a>es bei uns hie\u00df, in die Zone. Die Liste der Ferienreisen in Kindheit und Jugend,&nbsp;die ich sehr gemocht habe und die ich heute noch gut erinnere, ist lang:<\/p>\n<ul>\n<li>1954 nach Altd\u00f6bern und Schwerin (siehe Bild rechts mit Rita und mir auf dem Pferd, das von Tante Friedas 2. Mann Wilhelm gehalten wird, dahinter Oma R\u00fcchel und meine Mutter)<\/li>\n<li>1956 Camping-Rundreise mit DKW und selbst gen\u00e4htem Zelt&nbsp;durch D\u00e4nemark (Bilder mit neuem Zelt, von der F\u00e4hre, Auto und Armee-Zelt auf Rom\u00f6)<\/li>\n<li>1957 Kurzurlaub Listertalsperre, Sommerurlaub im Ferienhaus auf Rom\u00f6<\/li>\n<li>1958 Mein Vater f\u00e4hrt allein in die L\u00fcneburger Heide, Weihnachten auf R\u00f6m\u00f6 (auf der R\u00fcckfahrt bleiben wir nachts in Schneewehe stecken)<\/li>\n<li>1959&nbsp;Sommerferien zuerst in&nbsp;Altd\u00f6bern, dann Oostkapelle in Holland, Weihnachten wieder auf R\u00f6m\u00f6<\/li>\n<li>1960 Zelten in der L\u00fcneburger Heide (M\u00fcden\/\u00d6rtze) (siehe Film unter <a title=\"Opa Kais Kindheit\" href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=823\">Opa Kais Kindheit<\/a>),<br \/>\nWeihnachten wieder auf R\u00f6m\u00f6<\/li>\n<li>1961 Ferien in Taarstedt (Mauerbau)<\/li>\n<li>1962 3 Wochen<a title=\"Schullandheim Hitzenlinde im Allg\u00e4u\" href=\"http:\/\/www.schullandheim-hitzenlinde.de\/\"> Schullandheim Hitzenlinde im Allg\u00e4u<\/a>, Th\u00fclsfelder Stausee mit Boot und Fahrr\u00e4dern; Ferienhaus am Edersee im Herbst<\/li>\n<li>1963 Osterferien auf R\u00f6m\u00f6; Sommerferien auf der Schleiinsel Kieholm; Ferienhaus am Edersee im Herbst<\/li>\n<li>1964 Osterferien wieder auf R\u00f6m\u00f6; Sommerferien&nbsp;in Missunde an der Schlei (siehe Film \u00fcber Paddelmaschine unter&nbsp; <a title=\"Opa Kais Kindheit\" href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=823\">Opa Kais Kindheit<\/a>);<\/li>\n<li>1965 Camping-Urlaub mit den Eltern&nbsp;auf Sams\u00f6 war Ausgangspunkt f\u00fcr eine erste eigenst\u00e4ndige&nbsp;Fahrrad-Rundreise&nbsp;mit Rita durch D\u00e4nemark mit \u00dcbernachtung in Jugendherbergen; erste Moped-Reise durch Holland zum Ende der gro\u00dfen Ferien;&nbsp;Schulfahrt im September nach Lenggries; Moped-Fahrt durch die Eifel nach Luxemburg in den Herbstferien<\/li>\n<li>1966 Mopedfahrt durch Belgien nach London in den Pfingstferien; Mopedfahrt mit ehemaligem Schulfreund nach S\u00fcdschweden in den Sommerferien; auf der R\u00fcckfahrt Treffen der Eltern und Geschwister am d\u00e4nischen Sallingsund in J\u00fctland;<\/li>\n<li>1967 Pfingstbesuch der Gro\u00dfeltern in Altd\u00f6bern; Sommerferien mit Eltern und Geschwistern auf Texel (erste Nutzung des eigenen Autof\u00fchrerscheins unter Aufsicht meines Vaters); Herbstferien in Bringhausen am Edersee<\/li>\n<li>1968 im Fr\u00fchjahr erste Fahrt im eigenen Auto mit Oma Martha und ihrer Vermieterin nach Rothenburg ob der Tauber; nach dem schriftlichen Abitur Autofahrt mit Rita nach Paris; nach Abitur und vor Bundeswehrzeit Camping-Reise mit Schulfreund Guido Sch\u00f6nfelder und Theo Reu\u00df \u00fcber die Alpen an die italienische Riviera und franz\u00f6sische Cote d&#8217;Azur<\/li>\n<li>1969 Pfingsten w\u00e4hrend der Bundeswehrzeit Camping-Reise mit Rita und Freundin Ruth nach Paris<\/li>\n<\/ul>\n<p>Abgesehen von der vereinzelten Vertretung meines Freundes Helmut Fockenrath beim Kegelaufsetzen in einer nahegelegenen Gastwirtschaft oder Zeitschriften austragen habe ich in den Ferien das erste Mal Anfang der 1960er Jahre im Konsum gejobbt. Dies war bereits ein Selbstbedienungsladen, und ich musste Waren in den Regalen auff\u00fcllen oder frisches Obst und Gem\u00fcse in Netze f\u00fcllen. Da ich ja begeisterter Aquarianer war, arbeitete ich sp\u00e4ter ab und zu in einer Zoohandlung, wo ich verkaufte, die Tiere f\u00fctterte oder Aquarien sauber machte. Nachdem ich im Stenographenverein Schreibmaschine schreiben und Kurzschrift gelernt hatte, brachte Aushilfsb\u00fcroarbeit bei der Landesversicherungsanstalt oder auch bei Thyssen mehr ein.<\/p>\n<p><em><strong>Hattest du Fahrrad, Mofa oder Motorrad?<\/strong><\/em> <em><strong>Wie habt ihr euch als Jugendliche fortbewegt?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Nach dem Ballonroller bekam ich ein oder zwei Jahre sp\u00e4ter&nbsp;ein neues sch\u00f6nes&nbsp;Fahrrad, das aber aus Kostengr\u00fcnden nicht \u00fcber die erhoffte, damals gerade aufgekommene 3-Gang-Torpedo-Nabenschaltung verf\u00fcgte. Lange hatte ich das Fahrrad nicht. Einen junger Mann t\u00e4uschte&nbsp;eine Beinverletzung vor und bat um das Fahrrad zur St\u00fctze. Ich gab dem nach, er setzte sich drauf und f\u00fchr auf nimmer wiedersehen davon. Mein Vater machte mir dann ein altes&nbsp;schwarz lackiertes Herrenfahrrad von Post&nbsp;wieder flott, das ich dann viele Jahre fuhr.<\/p>\n<p>Der Weg zum Lessing-Gymnasium war zum Laufen zu weit und so war ich stolz,&nbsp;eine Monatskarte f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Bus zu bekommen, mit der ich auch in die N\u00e4he der D\u00fcsseldorfer Innenstadt fahren konnte. Da die Fahrkarte nicht ganz billig war, kam ich bald auf die Idee, lieber mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren und das Geld mir bar auszahlen zu lassen. Nach einiger \u00dcberredung lie\u00dfen meine Eltern sich auch darauf ein.<\/p>\n<p><em><strong><a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=961\" rel=\"attachment wp-att-961\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Moped1965\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Moped1965-115x150.jpg\" alt=\"\" width=\"115\" height=\"150\"><\/a><\/strong><\/em>Mofas waren zu meiner Zeit noch nicht sehr verbreitet. Aber schon vor&nbsp;meinem 16. Geburtstag besorgte mir mein Vater ein altes Rabeneick- Moped von der Post, das ein Kollege hergerichtet hatte. Vom Aussehen entsprach es nicht so ganz dem Zeitgeschmack, aber ich war stolz darauf und probierte es immer wieder auf den Feldwegen im nahen Hamm aus. Einen F\u00fchrerschein&nbsp;konnte ich ja erst mit 16 machen. Die Pr\u00fcfung sah ich als langj\u00e4hriger Fahrradfahrer als reine Formsache an und fiel aus allen Wolken, als ich sie nicht bestand und wiederholen mu\u00dfte. Mit dem Moped habe ich in den Ferien viele Reisen gemacht, durch die Benelux-Staaten, nach London und auch bis nach S\u00fcdschweden (siehe oben).<\/p>\n<p><em><strong>Musstest du oft&nbsp; zu Hause helfen<\/strong><\/em><em><strong>?<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Nein! Meine Mutter war auf Wunsch meines Vaters, den sie auch zu ihrem eigenen machte, Hausfrau. Zudem half meine Oma, die ja bis Mitte der 1960er Jahre mit im Haushalt lebte und r\u00fcstig war, tatkr\u00e4ftig mit.<\/p>\n<p><em><strong>Was war dein erstes Auto<\/strong><\/em><em><strong>? Wohin ging die erste Reise damit?<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong><a href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?attachment_id=965\" rel=\"attachment wp-att-965\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Auto1968\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Auto1968-150x124.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"124\"><\/a><\/strong><\/em>Mein erstes Auto war ein gebrauchter VW-K\u00e4fer von der Post, den mein Vater mit Hilfe von Arbeitskollegen und mir wieder sehr gut herrichtete. \u00c4hnlich wie vorher beim Moped war ich gar nicht begeistert von der meiner Meinung nach \u00fcbertriebenen Restauration, bei der ich die Neulackierung vor allem durch laufendes Schleifen der alten Lackschicht und Spachtelarbeiten vorbereiten musste. Kurz vor Fertigstellung war ich so entnervt, dass ich das Auto nicht mehr haben wollte. Da die meiste Arbeit ja gemacht war, habe ich es mir dann doch noch anders \u00fcberlegt. Auf der erste Reise mit dem neuen Gef\u00e4hrt kutschierte ich im Fr\u00fchjahr 1968 meine Oma und ihre Vermieterin dann nach Rothenburg op der Tauber, wo die Damen standesgem\u00e4\u00df im <a title=\"Hotel Roter Hahn\" href=\"http:\/\/www.roterhahn.com\/\">Hotel Roter Hahn <\/a>abstiegen, der Fahrer aber mit der Jugendherberge vorlieb nehmen musste. Wenig sp\u00e4ter folgte eine Reise mit Rita nach Paris sowie nach dem Abitur kurz vor Beginn der Bundeswehrzeit eine Reise mit zwei Schulfreunden \u00fcber die Alpen an die italienische Riviera und franz\u00f6sische Cote d&#8217;Azur. Das Bild mit meinem K\u00e4fer wurde auf dieser Fahrt am Vierwaldst\u00e4tter See aufgenommen<\/p>\n<p><strong><em>An was aus deiner Jugend kannst du dich sonst noch erinnern?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>An die politischen Ereignisse jener Zeit:<\/p>\n<ul>\n<li>seit Kindertagen Angst vor einem Atomschlag zuerst von amerikanischer Seite wie in Japan, den mein pessimistischer Vater auch vor dem Hintergrund des&nbsp;<a title=\"Morgenthau-Plan\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Morgenthau-Plan\">Morgenthau-Plans <\/a>aus dem letzten Kriegsjahr oft vorhersagte, sp\u00e4ter im Rahmen eines Atomkriegs zwischen Amerika und der Sowjetunion<\/li>\n<li>reale Kriegsangst beim <a title=\"Berliner Mauer\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Berliner_Mauer\">Mauerbau<\/a> am 13.&nbsp;August 1961, als meine Mutter mit uns Kindern in Taarstedt in Urlaub war und wir die Ereignisse des Sonntags am Kofferradio verfolgten und \u00fcberlegten, ob es besser w\u00e4re, wenn mein Vater, der zuhause in D\u00fcsseldorf war, nachkommen sollte oder wir heimkehren sollten<\/li>\n<li><a title=\"Kuba-Krise\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kubakrise\">Kuba-Krise <\/a>im Oktober 1962 mit&nbsp;dem Ultimatum an die Sowjet-Union, das&nbsp;konkret einen Atomkrieg ausl\u00f6sen konnte<\/li>\n<li>Begeisterung f\u00fcr <a title=\"John F. Kennedy\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_F._Kennedy\">John F. Kennedy <\/a>speziell w\u00e4hrend seines Deutschlandbesuchs im Sommer 1963 und Best\u00fcrzung bei seiner Ermordung Ende des Jahres<\/li>\n<li>&nbsp;amerikanische Rolle im <a title=\"Vietnam-Krieg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vietnamkrieg\">Vietnam-Krieg<\/a>, die ich&nbsp;noch bei einer Veranstaltung auf Einladung des Altd\u00f6berner B\u00fcrgermeisters an Westbesucher&nbsp;w\u00e4hrend&nbsp;meines DDR-Besuch 1967 noch verteidigte&nbsp;&#8211; meine damalige verwerfliche Haltung wurde sogar einen Bericht in der dortigen Zeitung erw\u00e4hnt&nbsp;&#8211;&nbsp;; in den 1970er Jahren hatte ich die entgegengesetzte Einstellung.<\/li>\n<li>Zweifel, ob ich meinen 18-monatigen Grundwehrdienst ableisten oder Kriegsdienstverweigerer werden sollte; letztlich \u00fcberzeugten meine Eltern mich damals, zur Bundeswehr zu gehen, weil es gegen\u00fcber dem Zivildienst das kleinere \u00dcbel w\u00e4re, vor allem aber sich nicht negativ auf meine sp\u00e4teren beruflichen Chancen speziell im sicheren Staatsdienst auswirken w\u00fcrde; w\u00e4hrend meines Studiums sp\u00e4ter anl\u00e4sslich der Einberufung zur 1. Wehr\u00fcbung habe ich dann doch den weiteren Wehrdienst verweigert und wurde auch als Kriegsdienstverweigerer anerkannt.<\/li>\n<\/ul>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><a title=\"Opa Kais Kindheit\" href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=823\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"zur\u00fcck\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Pfeil-zur.jpg\" alt=\"\" width=\"38\" height=\"38\"><\/a>zu Opa Kais Kindheit<\/td>\n<td style=\"text-align: right;\"><a title=\"Opa Kais Ausbildung und Beruf\" href=\"http:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=971\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"vor\" src=\"http:\/\/familie-woehl.de\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Pfeil-vor.jpg\" alt=\"\" width=\"38\" height=\"38\"><\/a>zu Opa Kais Ausbildung und Beruf<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was war in Deiner Jugend angesagt? Musik? Klamotten? F\u00fcr Musik und Klamotten habe ich mich anfangs (sp\u00e4ter f\u00fcr Klamotten&nbsp;auch nicht)&nbsp;nicht sonderlich interessiert. Hier war es wieder Rita, die die Trends in der Familie setzte, etwa mit Tom Dooley&nbsp;oder mit Heisser Sand Anfang der 60er Jahre sowie sicherlich auch mit schicken zeitgem\u00e4\u00dfen&nbsp;Klamotten. Da ich die teueren &hellip; <a href=\"https:\/\/familie-woehl.de\/?page_id=873\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Opa Kais Jugend<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":883,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-873","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/873","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=873"}],"version-history":[{"count":55,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/873\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4580,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/873\/revisions\/4580"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/883"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/familie-woehl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=873"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}